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Bericht
der NEZ (Dezember 2006)
Cadenberge: Schulen proben
Kooperation
Praxistag für Achtklässler
der Hauptschule an den BBS / „Detaillierte Einblicke“
Cadenberge (nez).
Während Maik mit Schutzbrille und Arbeitsschuhen bekleidet
ein Metallstück zu einem Hammerkopf verarbeitet, sägen
Femke und Veronique in ihrem nagelneuen blauen Arbeitsanzug an
einem Kantholz, aus dem ein Spielzeug, ein so genannter Teufelsknoten,
entstehen soll. Was wie ein Arbeitstag anmutet, ist seit Beginn
des Schuljahres der Praxistag der Achtklässler des Schulzentrums
Cadenberge.

Maik Berghholz präsentiert ein Werkstück,
Bereich Metalltechnik
Jeden Donnerstag verbringen
vierzig Hauptschulkinder der Schule Am Dobrock in den Werkstätten
und Fachräumen der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Cadenberge.
Dort werden sie von Fachkräften der BBS in den Bereichen
Holztechnik, Metalltechnik, Altenpflege, Ernährung und Wirtschaft
ausgebildet.Die BBS erhalten
im Gegenzug von der Schule Am Dobrock Lehrerstunden im Fach Religion.
„Die Kinder erlangen
schon frühzeitig detaillierte Einblicke in die verschiedenen
Berufssparten und legen zudem die Scheu vor der unbekannten Schulform
ab, die die meisten unserer Jugendlichen anschließend besuchen
werden“, so Lars Mittelstädt, Schulleiter des Cadenberger
Schulzentrums, über die wesentlichen Vorteile des Projektes.
Die Schülerinnen
und Schüler durften aus den fünf Angeboten frei wählen.
Nach dem ersten Schulhalbjahr erfolgt ein Wechsel, sodass die
Jugendlichen zwei Berufsrichtungen intensiv
und praxisorientiert kennen gelernt haben. Während sich Maik
Bergholz durch den Praxistag im Bereich Metalltechnik in seinen
Berufswunsch des Schlossers bestätigt sieht, haben Femke
Kunze und Veronique Brockelmann erkannt, dass ihnen die Arbeit
mit Holz zwar große Freude bereitet, jedoch ihre Stärken
vielleicht eher im Bereich Wirtschaft oder Hauswirtschaft liegen
könnten.

Femke und Veronique im Bereich Holztechnik
Feste Einrichtung
Mittelstädt hofft, dass die Kooperation zur festen Einrichtung
wird, da er von dieser Form der Umsetzung des jüngst erschienen
Praxiserlasses, der für den achten Hauptschuljahrgang mindestens
30 Praxistage vorsieht, überzeugt ist.
„Die Unterbringung
der Jugendlichen an einem festen Tag in der Woche in den Betrieben
zusätzlich zu den dreiwöchigen Praktika im neunten und
zehnten Jahrgang ist im ländlichen Bereich kaum umsetzbar
und in vielen Berufsbereichen auch sehr uneffizient“, so
Mittelstädt über alternative Umsetzungsmöglichkeiten
des Erlasses.
Durch die Kooperation mit den BBS
Cadenberge tragen wir nun schon seit 2006 dem Praxiserlass für
Hauptschulen Rechnung. Die Kooperation wurde bis jetzt jedes Jahr
erneuert und wir hoffen, dass es auch so bleibt.
Annegret Breuer, verantwortliche
Lehrkraft
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