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Persönlichkeitsentwicklung: Soziales Lernen

6. Skifreizeiten der 8. Klassen

 


Das Grundprinzip

Schülerinnen und Schüler der 8. Hauptschulklassen sollen das erste Zugriffsrecht auf die Plätze bei der Skifreizeit haben. Sollte dann die gewünschte Gruppenstärke noch nicht erreicht sein, werden vor allem 8. Realschulklassen gefragt, die in den vergangenen Schuljahren selten oder gar keine Tagesfahrten bzw. Klassenreisen erleben durften.

 


Skifreizeit 2007: Cadenberger Hauptschüler erleben Gletscherwelt

Eine 30-köpfige Reisegruppe des Cadenberger Schulzentrums erlernte das Skifahren auf dem Mölltaler Gletscher in Kärnten

In über 3000 Meter Höhe wird die Luft schon merklich dünner. Die organischen Veränderungen spürten die Acht-, Neunt- und Zehntklässler des Cadenberger Schulzentrums während ihres achttägigen Ski-Aufenthaltes in schwindelerregender Höhe abseits der Zivilisation.


Gruppenbild 2007

Leichte körperliche Anstrengungen wie Treppensteigen verursachten starke Erschöpfungserscheinungen. Doch Kopfschmerzen und Schwindelgefühle waren nach einem Tag der Akklimatisierung vergessen. Auch andere Phänomene des Höhendrucks wie das Aufblähen von Getränkepulvertüten oder Filsstiften überraschten die Jugendlichen. Ein Drittel der Skischüler verfügten bereits durch vergangene Skifreizeiten, die seit sechs Jahren am Schulzentrum angeboten werden, über Vorerfahrung. Daran konnte angeknüpft werden. So erlernten die Fortgeschrittenen das Tiefschneefahren und die ersten Kurzschwünge in der Huckelpiste. Pulverschnee und blauer Himmel boten zumindest an den ersten fünf Tagen eine traumhafte Kulisse. Besonders die ersten Abfahrten des Tages gegen neun Uhr genossen alle Beteiligten, da sie zu dieser Zeit die einzigen Aktiven im gesamten Skigebiet waren und es ihnen vorbehalten war, die ersten Spuren in die Hänge zu ziehen. Doch vor allem auch die Lernerfolge der Anfänger beeindruckten die Lehrkräfte und Übungsleiter Annette Gellert, Walter Dähnis und Lars Mittelstädt. Durch die Anwendung der Carving-Methodik ist der Lernfortschritt wesentlich intensiver. „Die kürzeren und eng taillierten Ski zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr viel drehfreudiger sind und das Kurvenfahren deutlich erleichtern“, so Annette Gellert, die zusammen mit ihren Kollegen in den vergangenen Osterferien ein Carving-Lehrgang in Kaprun absolvierte.


Gruppenbild 2008

Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler konnten nach dem ersten Tag den Anfängerhügel verlassen und sogenannte blaue und rote Pisten, also Abfahrten mit leichtem bis mittlerem Anspruchsniveau, befahren. Dieses Ziel erreichten bis zum letzten Tag alle Jugendlichen. Besonderen Reiz genoss das Durchfahren eines Fun-Parks, einem Geländearrangement aus verschieden großen Hügeln, kurvenreicher Streckenführung sowie kleinen und großen Schanzen. Wer diese Herausforderung überstand, hatte am Abend im Gemeinschaftsraum des Jugendsporthauses Eissee zu berichten. Andere suchten aus Erschöpfung von einem siebenstündigen Sporttag nach dem Abendessen die verdiente Nachtruhe. Tischfußball- und Tischtennisturniere sowie die traditionelle Skitaufe rundeten das Abendprogramm ab. Mit überwältigenden Erinnerungen vom Leben abseits der Zivilisation, großen Lernerfolgen, sonnengebräunten Gesichtern und unverletzt traf das Cadenberger Team im Heimatort ein und für alle stand fest, dass dies nicht ihre letzte Skifahrt sein sollte.

Annette Gellert, verantwortliche Lehrkraft


 
 

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