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Persönlichkeitsentwicklung: Soziales Lernen

4. Schüleraustausch mit unserer polnischen Partnerstadt

 


Neue Freunde in Polen gefunden

Erster Besuch einer Schulklasse aus der Samtgemeinde Am Dobrock in der polnischen Partnergemeinde Witkowo

Am 5. September 2007 starteten 25 Realschüler/innen einer 10. Klasse der Schule Am Dobrock zum Schüleraustausch nach Witkowo. Nach 13 Stunden Busfahrt wurde das 750 Kilometer entfernte Witkowo im Bezirk Posen erreicht. Nach einem sehr freundlichen und herzlichen Empfang durch einige Lehrkräfte und ehemalige Austauschschüler wurden die Quartiere in einem riesigen Feriengebiet bezogen.


Offizieller Termin beim Bürgermeister Witkowos

Der einwöchige Aufenthalt war durch große Herzlichkeit, Gastfreundschaft und ein umfangreiches sowie vielseitiges Programm gekennzeichnet. Bei einem Besuch in der Schule wurde die Gruppe mit einer Aufführung des Märchens „Aschenputtel“ in neuzeitlicher Fassung in deutscher Sprache begrüßt und konnte anschließend beim koedukativen Sportunterricht mitmachen. Bei einigen Tagesfahrten in die nähere Umgebung wurde die Hauptstadt des ersten polnischen Staates, Gnesen besucht, der dortige Dom besichtigt. Dieser beeindruckt besonders durch seine Backsteingotik, dem silbernen Schrein über dem Hochaltar und der Bronzetür mit ihren achtzehn Feldern, die das Leben des heiligen Adalbert darstellen. Des weiteren wurden eindrucksvolle mittelalterliche Ausgrabungsstätten ( u. a. in Biskupin ) und mehrere interessante Museen besucht.

Beeindruckend für die Schüler/innen war die Begrüßung und die Verabschiedung durch den Bürgermeister, einiger seiner Mitarbeiter, dem Schuldirektor und einigen Lehrkräften des dortigen Gymnasiums. Alle Schüler/innen hatten das Gefühl, unser Besuch ist den Gastgebern wichtig und uns soll es in dieser Zeit nur gut gehen. Es geht auch ohne Hektik und ein Gespräch mit jungen Leuten aus Deutschland trägt zum Verstehen bei. Zur Überraschung aller gab es zur Verabschiedung eine Erinnerungsplakette der Schule und ein Gemälde, dass das Lehrerzimmer der Schule Am Dobrock ziert.

Als Zeichen der Verbundenheit der Menschen der beiden Gemeinden und der intensiven Weiterentwicklung der freundschaftlichen Beziehungen wurde gemeinsam ein hiesiger Apfelbaum auf dem Gelände der Schule gepflanzt.


Herr Penselin beim Pflanzen des Apfelbaumes

Für die Schüler/innen aus beiden Ländern gab es viele intensive Begegnungen bei einer gemeinsamen Busfahrt, bei Abendveranstaltungen, beim Grillen am Lagerfeuer und vor allem am Sonntag, als ein Tag in den polnischen Gastfamilien auf dem Programm stand. Manche hatten vorher Ängste und Sorgen, ob ohne polnische Sprachkenntnisse eine Verständigung möglich wäre. Alle Sorgen erwiesen sich als unbegründet. Nach einer herzlichen Umarmung zur Begrüßung wurden alle Schüler/innen einen Tag von den polnischen Gastfamilien außerordentlich mit hervorragendem Essen und umfangreichen Besichtigungen verwöhnt und konnten echte Herzlichkeit und Gastfreundschaft spüren. Zur Verabschiedung gab es abends noch Gastgeschenke von den polnischen Familien.


Stets wurde unsere Gruppe von polnischen Deutschlehrerinnen begleitet - vielen Dank!

Dieser einwöchige Besuch in der Partnergemeinde hat bei den Schüler/innen viele tiefe nur positive Eindrücke erweckt. Das „Wohlfühlprogramm“ war einmalig und unübertroffen und hinterlässt ein Gefühl großer Dankbarkeit gegenüber Gastgebern und vielen polnischen Freunden. Der herzliche Umgang mit den Menschen ist wichtiger als das Streben nach Materiellem, ist eine entscheidende Erkenntnis dieser Reise. Es hat dazu beigetragen, dass mögliche Vorurteile abgelegt wurden. Alle waren froh und glücklich, diese einmalige Chance beim Schüleraustausch bekommen zu haben. Jeder hatte in dieser Woche mehrere Gastgeber ins Herz geschlossen und reiste mit ein paar Abschiedstränen aus Witkowo ab. Alle Teilnehmer freuen sich schon auf ein Wiedersehen mit vielen polnischen Freunden im Juni 2008, wenn der Gegenbesuch erwartet wird.

 


Stimmen von Schülern/innen zum Besuch in Witkowo

„Wir kamen nach der langen Fahrt an und wurden gleich von vielen herzlich begrüßt. Die Gastfreundschaft war die ganze Zeit super. Es gab wunderbar leckeres Essen und alle haben sich bemüht, dass es uns gut geht. Sie haben uns von Anfang lieb empfangen und aufgenommen und sich viel Zeit für uns genommen. ... Auch die Unternehmungen waren toll und informativ.“ (Jessica)

„Mir fiel sofort auf, dass die Menschen dort sehr gastfreundlich sind. Sie haben uns ein super Programm ausgestellt. Besonders gefielen mir die vier Deutschlehrerinnen, mit denen wir auf Deutsch reden konnten. Mit fiel der Abschied von Polen sehr schwer, da ich schon viele ins Herz geschlossen hatte.“ (Julianna)

„Ich fand die Fahrt nach Witkowo sehr, sehr gut! ... Am besten fand ich den Tag in den Gastfamilien. Wir hatten sehr viel Spaß und haben viel unternommen. Vor diesem Tag hatte ich ein wenig Angst, weil ich nicht wusste, wie die Leute sind und ob man sich versteht. Am Abend war ich froh, mitgemacht zu haben. Ich würde es jederzeit wieder machen.“ (Vanessa)

Siehe auch: Bildergalererie...

Horst Penselin, verantwortliche Lehrkraft

 

 
 

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